Am 16.Oktober 1999 fand zum ersten Mal seit 1989 der Potsdamer Große Preis der Havel statt. Damit wurde eine alte Tradition des Seesports im Langstreckenrudern wieder aufgenommen. Hier ein Erlebnisbericht von Andreas Stockhaus:
Es war Kaiserwetter, am 16. Oktober 1999 in Potsdam, an dem die Königsdisziplin des Seesports, das 10.000 m Kutterrudern wieder ausgetragen werden sollte. Viele Seesportclubs hatten in den letzten Jahren immer wieder Interesse bekundet, diesen Höhepunkt des Seesports wieder aufleben zu lassen. Im Rahmen eines regionalen und traditionsreichen Wettkampfes, des "Großen Preis der Havel", kam es dann zur ersten Wiederauflage dieser klassischen Meisterschaftsdistanz seit dem Jahre 1989.
Leider fanden, wohl aufgrund der fortgeschritten Jahreszeit, nur 2 Mannschaften den Weg auf das Vereinsgelände des Potsdamer Seesportclubs am Tiefen See in Babelsberg. Allen Anwesenden verdarb dies jedoch nicht die Laune und den Spaß am Rudern und so ging es, um 10.30 Uhr nach - in alter Manier - fliegend ausgeführtem Start, auf die Strecke durch die Potsdamer Flußlandschaft, Richtung Regattastrecke Templiner See.
Am Start waren die Mannschaften des Bernburger Maritimer Clubs, des Seesportclubs Werbellinsee sowie des Potsdamer Seesportclubs als Gastgeber. Achtung ob Ihres Durchhaltevermögens zollten alle Beteiligten der Mannschaft vom SSC Werbellinsee. Obwohl sich diese erst seit 4 Wochen mit dem Kutterrudern beschäftigte - es handelte sich um ein schulisches Projekt - und noch nie eine solche Distanz zurückgelegt hatten, gaben Sie nicht auf und kamen mit der achtbaren Zeit von 1:20:17 h ins Ziel. Die Bernburger hatten es sich zum Ziel gesetzt, ihr Fell so teuer wie möglich zu verkaufen und dem Potsdamer Seesportclub, wenn irgend möglich, den ansehnlichen Wanderpokal streitig zu machen. Potsdam nutzte jedoch den Heimvorteil und vor allem die Tatsache, dass die Mannschaft nach den Rudermeisterschaften in Halle, kontinuierlich und konsequent auf dieses Saisonziel hingearbeitet hatte und siegte souverän mit guten 9 min Vorsprung auf Bernburg und einer Gesamtfahrzeit von 58:38 min. Nach dem Zieleinlauf nutzten wir das herrliche Oktoberwetter zu einem zünftigen Abgrillen. Es gab Saftsteaks mit selbstgeschnitzten Bratkartoffeln und Zwiebeln um die verlorenen Kräfte wieder aufzufrischen und nach einer kurzen Siegerehrung ging es dann gutgelaunt auf den Heimweg.
An dieser Stelle einen besonderen Dank den fleißigen Helfern, insbesondere unseren Begleitbooten "Heidi" mit Skipper Ulli Faustmann und Detlef von Jagow mit seiner "ride" sowie "Acki" Joachim Engbers als HWKL, Klaus Butte, Stefan Frick und unserem Koch (wichtigster Mann!) Peter Grünefeld. In der Hoffnung, dass es allen Teilnehmern genausoviel Spaß gemacht hat wie uns, ein seesportliches "Hol Weg!".



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